Urlaub im Hotel

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Seit drei Tagen machen wir jetzt Urlaub im Hotel und drei von uns kommen dabei auch ziemlich viel rum – eine bleibt grad lieber liegen.

Aber um die Chronologie einzuhalten muss ich doch ein bisschen weiter ausholen. Nachdem wir die Qualitäten der Finca mit süßem Nichtstun ausreichend gewürdigt hatten, wollten wir doch noch was von der Insel sehen. Wir entschieden uns für Soller, eine Stadt in der es über 100.000 Orangenbäume geben soll. Es ist natürlich nicht die beste Jahreszeit, um sich an einem strahlenden Orange über Kilometer hinweg zu erfreuen, aber immerhin, ein paar verstreute Zitronen haben es bis in den Juli geschafft.


Vereinzelt konnten wir sogar Orangen finden, die wir natürlich gleich pflücken mussten, immerhin war das das eigentliche Ziel der Kinder als wir morgens aufgebrochen sind – eine ganze Tüte voller Orangen zu pflücken


Da die Qualiät zu wünschen übrig ließ (wahrscheinlich hingen sie deshalb noch dort) beließen wir es bei drei Orangen und gingen lieber in einem nahe gelegenen Hotel einen Kaffee trinken und einen total überteuerten frisch gepressten O-Saft (4 Euro ! Unglaublich wenn man bedenkt dass eine der größten Orangenplantagen zu diesem Hotel gehören).

Den Nachmittag wollten wir dann endlich mal „dieses Palma“ kennenlernen und ganz ehrlich, das was uns am meistens in Erinnerung geblieben ist, war die unglaublich nette und witzige Eisverkäuferin, die sogerne mal nach Deutschland wollte – der Rest war irgendwie halt Tourismus pur.

Und vor allem wahnsinnig viele Menschen. Nach unserer Sozialabstinenz der vergangen Tage hat uns das total überfordert und wir sind ganz schnell wieder zurück in unsere Finca gefahren und haben beschlossen den letzten Tag dort lieber wieder mit Nichtstun zu verbringen.

Nichtstun trifft es allerdings auch nicht ganz, denn Samstag am Tag der Abreise hatte der Kleine Geburtstag und es hat ihm großen Kummer bereitet, dass er erstens ausgerechnet im Urlaub Geburtstag hat und wir zweitens ausgerechnet an seinem Geburtstag abfahren. In seiner Vorstellung würde es deshalb nur ein winziges Geschenk und keine Geburtstagstorte geben. Für ersteres hatten die liebenden Eltern natürlich schon lange Vorsorge geleistet, letzteres stellte in einem Ferienhaus ohne Küchemaschine und Rührschüssel eine echte Herausforderung dar. Immerhin gab es einen abgebrochenen Schneebesen und Muskeln
Das Kind hatte sich einen Fußballkuchen gewünscht – und die Eltern getrieben von dem schlechten Gewissen, den Abreisetag auf den Geburtstag gelegt zu haben (nicht dass uns was anderes übrig geblieben wäre) haben die Herausforderung angenommen.

Zunächst einen Bisquitteig mit vielen Eiern per Hand geschlagen, wie Ururoma, ca. 20 min und dann alles mit einer Ganache aus weißer Schokolade zusammengeklebt und mit Fondant überzogen Voilá

Zumindest visuell hat die Torte  das Geburtstagskind überzeugt, geschmacklich war sie sogar den Kindern zu süß, nach einem kleinen Stückchen hatten wir alle Leberschnattern und brauchten erstmal ein Käsebrot.

Das Geschenk (ein Nintendo 3DS) konnte dann alle Befürchtungen den schlimmsten Geburtstag des Lebens erleben zu müssen aus dem Weg räumen und machte die Rückfahrt auf der Fähre zumindest für dieses Kind sehr erträglich.

Zurück in Barcelona zogen wir dann ins Hotel, wo wir bis zur Abreise zwei Tage später auch weitestgehend blieben

Irgendetwas haben wir uns offensichtlich eingefangen, vorallem der Göttergatte und ich fallen seit dem in unterschiedlicher Schwere und Abständen total aus. Der jeweils etwas Fittere unternimmt zwischendurch was mit den Kindern, die ansonsten medial ruhig gestellt werden.  Die Große schwächelt aber auch schon, was für ansteckend spricht. Immerhin haben wir in einem lichten Moment noch den Strand von Barcelona besucht


Seit gestern sind wir nun in einem schönen kleinen Hotel mit glücklicherweise großem Raum in Lyon und versuchen halbwegs aufrecht die wirklich sehr schöne Stadt zu erkunden. Unterbrochen von immer wieder ausgedehnten Siestas

Morgen früh geht es weiter nach Zürich, wo wir eigentlich ganz liebe Freunde besuchen wollen und wir hoffen sehr, dass bis dahin alle wieder hergestellt sind.

Ganz liebe Grüße

Eure Janna

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